Versickern und Wiederauftauchen des Flusses Vis

Viele Flüsse der Cevennen dringen in die Spalten der Kalksteinplateaus ein und verschwinden so unterirdisch.
Sie fliessen dann durch ein Netzwerk von unterirdischen Hohlräumen, bevor sie stromabwärts wieder an der Oberfläche auftauchen.

Der Fluss Vis ist einer dieser im Boden verschwindenden Flüsse. Ein paar Kilometer südlich von Alzon trocknet sein Flussbett aus und bleibt über zehn Kilometer trocken. Dieses Phänomen gab auch dem Dorf Vissec (Vis: trocken) am Zusammenfluss der beiden Flüsse Vis und Virenque seinen Namen.

Ein paar Kilometer stromaufwärts des berühmten Cirque de Navacelles, eingebettet zwischen Kalksteinfelsen, taucht das Wasser der Vis wieder an der Oberfläche auf und tritt mit lautem Getose aus dem Felsen aus. Die Energie, die dabei freigesetzt wird, wurde dort zum Mahlen von Getreide in der Mühle der Foux eingesetzt.

Das Flusswasser ist hier wunderschön blau und kristallklar und lädt zum Baden ein. Aber Vorsicht: Es ist sehr frisch ... belebend, aber frisch!